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Nikotin: Nikotin ist das Hauptalkaloid des Tabaks, das für die akute Wirkung des Zigarettenrauchens verantwortlich ist und die Rauchgewöhnung und Abhängigkeit hervorruft. Die durch das Rauchen verursachten Gesundheitsschäden gehen dagegen zu Lasten anderer Schadstoffe im Tabakrauch, da mehr als 40 verschiedene krebserregende Substanzen und viele andere gesundheitsschädliche Substanzen darin enthalten sind. Beim mäßig starken Inhalieren wird dem Körper des Rauchers eine Menge von bis zu 3 mg Nikotin zugeführt. Das Rauchen einer Zigarette führt beim Raucher zu von ihm unbemerkten aber leicht messbaren Veränderungen wie z.B. Herzbeschleunigung und Blutdruckanstieg. Nikotin wirkt anregend und gleichzeitig beruhigend und entspannend. Tabakkonsum in Deutschland: Der Verbrauch von Zigaretten ist in Deutschland in den letzten vier Jahren um 7,5 % gestiegen. Auch Zigarren und Zigarillos erfreuen sich offenbar neuerdings zunehmender Beliebtheit: Nach einem jahrzehntelangen kontinuierlichen Rückgang ging der Konsum hier zwischen 1995 und 1997 um 50 % in die Höhe. Bei Feinschnitt und Pfeifentabak gibt es kaum spektakuläre Änderungen; der Verbrauch von Feinschnittrollen ist allerdings innerhalb der letzten vier Jahre um 55 % zurückgegangen. Die Tabaksteuer-Einnahmen sind seit dem Vorjahr um 469 Mio. DM auf 21,1 Mrd. DM angewachsen, die Ausgaben der Verbraucher für Tabakwaren erhöhen sich um 1,2 auf 37,4 Mrd. DM. Verglichen mit den Mitgliedsländern der Europäischen Union liegt der Raucheranteil bei Männern in Deutschland durchschnittlich hoch, bei Frauen erfreulich niedrig. Es gibt Anzeichen für einen steigenden Zigarettenkonsum bei Jugendlichen. Die Zahl der tabakbedingten Todesfälle liegt in Deutschland bei mehr als 100 000 pro Jahr. Das Institut für Therapieforschung (München) stellt im Suchtbericht Deutschland 1997 heraus, daß 48,8 % der rauchenden Männer und 38,5 % der Frauen täglich durchschnittlich mehr als 20 Zigaretten rauchen. Zahlreiche Jugendliche ignorieren weiterhin die Gefahren des Rauchens. Auf gesamteuropäischer Ebene ist eine bedenkliche Zunahme des Rauchens bei Jugendlichen von einer Quote von etwa 1 % im Alter von 11 Jahren bis zwischen 30 und 33 % im Alter von 14 Jahren festzustellen, wie vom Krebssachverständigenrat der Europäischen Union festgestellt wird.
Tabelle 1
Anmerkungen. Quelle: Simon, R. (u.a.): Suchtbericht Deutschland 1997
Tabelle 2
Anmerkungen. Quelle: Jahrbuch Sucht ‘99.
Tabelle 3
Anmerkungen. Quelle: DAK-Informationen.
Tabelle 4
Tabelle 5
Anmerkungen. M = Männer; F = Frauen; Quelle: Jahrbuch Sucht ‘98.
Tabelle 6
Anmerkungen. Gerundete Bruttoangaben; 1995-1997 inklusive Diversifikationsprodukte (Camel Boots, Stuyvesant Travel etc.); Quelle: Nielsen-Werbeforschung S&P, Hamburg; ZAW, Bonn.
Tabelle 7
Anmerkungen. *Nur Diversifikationsprodukte (Camel Boots, Stuyvesant Travel etc.); Quelle: Jahrbuch Sucht ‘99. |
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